Erfahrungsaustausch zum Thema KVP

Für das Jahr 2012 haben wir eine Erfahrungsaustauschgruppe zum Thema Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) aufgebaut. Ziel der ERFA KVP 2012 war der Austausch von Good Practice Beispielen, Aufzeigen der Stolpersteine bei der Einführung von Lean Aktivitäten in einer Unternehmung und der Aufbau eines Beziehungsnetzwerks unter Gleichgesinnten. Sowohl Führungskräfte als auch Lean-oder KVP-Koordinatoren nahmen teil. Die vier Anlässe jeweils bei einem der gastgebenden Teilnehmer fanden verteilt in der ganzen Schweiz statt. Neben den Erfahrungsberichten der Gastgeber und den anschliessenden Betriebsrundgänge wurden die Anlässe mit Impulsvorträgen von Gastreferenten und einem Apéro abgerundet, bei dem die Teilnehmer an verschiedenen Tafeln mit Fragen rund um das Thema KVP Ihre Erfahrungen ausgetauscht haben. Durchschnittlich nahmen 40 Teilnehmer an einem Anlass teil. Am Ende des Jahres haben sich so knapp 100 Personen aus 41 Firmen unterschiedlicher Branchen (Industrie, Lebenesmittel, Pharma, Bau und Gesundheitswesen) ausgetauscht. Einige der Resultate sehen Sie im folgenden Artikel.

Bei der Frage, in welchen Bereichen die KVP-Initiativen stattgefunden haben, zeigt sich das Bild wenig überraschend:

Kvp Bereiche

Drei Viertel der Antworten zeigen die KVP-Aktivitäten in der Produktion und Logistik. KVP in der Administration und Entwicklung haben noch keinen hohen Durchdringungsgrad. Anderst sieht es bei der Frage, nach dem grössten Potential für KVP aus:

Kvp Potential

Während in der Produktion noch immer Potential gesehen wird, schlummert das grösste Potential in der Administration. In der Entwicklung wird das Potential eher moderat gewertet.

Das Thema Lean Administration scheint interessant zu sein. Das Produkt der Administration heisst Information. Wie werden die Verschwendungsarten in der Administration gewichtet?

Gruende Fuer Kvp

Eine Antwort fällt auf. Die heutige Administration macht sich viele IT-technische Hilfsmittel zu Nutze. Dort werden aber die IT-technischen Möglichkeiten zu wenig genutzt.

Das Potential für KVP ist erkannt. Es stellt sich die Frage, wo die Stolpersteine liegen?

Huerden Fuer Kvp

Generell zeigt die Umfrage, dass die Teilnehmer die Hinderungsgründe nicht beim fehlenden Wissen, bei der Nicht-Erkennung der Verschwendungen oder der Verlustangst über den eigenen Arbeitsplatz liegen, sondern bei den fehlenden Ressourcen. Das alt-bekannte Hühnerfangen weil der Zaun defekt ist, keiner aber die Zeit hat, den Zaun zu reparieren, weil sie mit Hühnerfangen beschäftigt sind! Bei der Antwort der fehlenden Unterstützung der Führungskräfte oder dem bestehenden, aber zähen Verbesserungsvorschlagswesen teilen sich die Lager. Dies zeigt sich auch bei der folgenden Frage:

Organisationsebene

Auf der operativen Führungsebene ist die Akzeptanz für KVP am grössten. Hier zeigt sich der bottom-up Effekt. Jedoch beklagt sich jeder Fünfte über eine fehlende Unterstüzung durch das Management. Vielleicht deshalb, aus welchen Gründen KVP in der Unternehmung betrieben wird:

Hauptsaechlichen Gruende Fuer Kvp

Die wenigsten Firmen sehen KVP als Teil ihrer Philosophie an. Ein Hinweis für die fehlende und durchgängige Unterstützung des Managements. Dieses Bild zeigt sich auch in der KVP-Organisation:

Verankerung1

Die meisten Verbesserungsaktivitäten finden durch einzelne Mitarbeiter oder in Insellösungen statt. Da stellt sich die Frage, ob diese Aktiviäten nur von kurzer Dauer sind oder nachhaltig im Unternehmen implementiert werden:

Nachhaltigkeit

Es zeigt sich eher ein Bild der Unsicherheit. Fast ein Viertel der Antworten verneint diese Fragen, während der grösste Teil sowohl gute als auch weniger nachhaltige Aktivitäten resümieren. Niemand konnte die voll zu treffende Antwort geben.

Die Umfrage lief über alle vier Anlässe verteilt. Die Bedeutung der statistischen Ergebnisse sind von kleinerer Bedeutung. Viel wertvoller waren die daraus resultierenden Gespräche, welche unter den Teilnehmenden durchaus kontrovers geführt wurden. Neben den vielen neuen Eindrücken und den inspirierenden Ideen kann man mit Sicherheit eine Schlussfolgerung aus der ERFA KVP 2012 ziehen: Es existiert kein universell übertragbarer Weg zur KVP Excellence, sondern jede Organisation und Unternehmung muss seinen eigenen Weg finden und gehen. Eben: kapieren, nicht kopieren!

Die ERFA KVP 2013 is coming soon…





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